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Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland. Daten des Robert Koch-Instituts zeigen: Ein Großteil der Erwachsenen berichtet innerhalb eines Jahres über Rückenbeschwerden. Sie können die Lebensqualität erheblich mindern, den Alltag einschränken und die Teilnahme am sozialen und beruflichen Leben beeinträchtigen.

Vielleicht spüren Sie ein Ziehen im unteren Rücken. Vielleicht begleiten Sie die Beschwerden schon länger. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen sind Rückenschmerzen nicht gefährlich. Sie sind ein weit verbreitetes, behandelbares und meist nicht gefährliches Signal des Körpers.

Es gibt wirksame Strategien, selbst aktiv zu werden:

1) Informiert bleiben!

Verlässliche Informationen helfen, Unsicherheiten zu reduzieren und falsche Annahmen zu vermeiden. Qualitätsgesicherte Informationsangebote finden Sie unter anderen auf diesen Portalen:

Stiftung Gesundheitswissen

Die Onlineportal der Stiftung Gesundheitswissen bietet mit einer umfangreichen Suchfunktion geprüfte Informationen rund um das Thema Rücken und Rückenschmerzen, Prävention und die Einbindung von Bewegung in den Alltag.

tala-med - ein Angebot des Universitätsklinikums Freiburg

Das Portal tala-med ist ein digitales Werkzeug, um Patient*innen als gut informierte und aktive Partner in ihre Behandlung miteinzubeziehen. Es enthält Informationen für Betroffene sowie Behandelnde und bietet ebefalls Übungsvideos für einen starken Rücken. 

Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. – Gemeinsam gegen Rückenschmerzen

Neben Bewegung spielt die Gestaltung des Alltags eine wichtige Rolle. Der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.  bündelt wissenschaftlich fundierte Informationen zur ergonomischen Gestaltung von Arbeits- und Lebensumfeld.

Dazu gehören:

  • rückengerechtes Sitzen
  • dynamisches Arbeiten
  • ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
  • richtiges Heben und Tragen
  • bewegte Pausen

Gerade bei sitzender Tätigkeit können ergonomische Anpassungen helfen, wiederkehrende Beschwerden zu reduzieren.

Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e.V. 

Moderne Rückenschulkonzepte – wie sie der Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e.V. vertritt – kombinieren Bewegung mit Wissensvermittlung und der Stärkung der eigenen Selbstwirksamkeit. Ziel ist nicht nur Training, sondern ein besseres Verständnis für den eigenen Körper. 

 

2) In Bewegung kommen – Übungen für einen starken Rücken

Schon wenige Minuten täglicher Aktivität können langfristig einen Unterschied machen. "Hauptsache aktiv" lautet die Devise. Sie müssen keine Angst haben, dass Sie Ihrem Rücken durch Bewegung schaden. Ganz im Gegenteil: Indem Sie sich bewegen, kräftigen Sie Ihre Rückenmuskulatur und entlasten somit Ihren Rücken. Regelmäßige, dosierte Bewegung ist einer der wichtigsten Faktoren zur Linderung und Vorbeugung von Rückenschmerzen.

Gezielte Übungen unterstützen Stabilität und Beweglichkeit. Dazu gehören:

  • Mobilisationsübungen für die Wirbelsäule
  • Kräftigung der Rumpfmuskulatur
  • Dehnübungen
  • moderate Ausdauerbewegung wie Gehen oder Radfahren

Präventive Übungen von Kopf bis Fuß als Plakat zum Downloaden: AEMM_Plakat_Praevention_Druck.pdf

Übungsvideos zur Stärkung des Rückens vom Informationsportal tala-med: Videos - ruecken.tala-med.info

Weitere Übungsvideos mit Anleitung vom Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e.V.: Praxisvideos „Mach mit, bleib' fit”  Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V.

3) Unterstützungs- und Präventionsangebote in der Lausitz

Rückengesundheit ist nicht nur Privatsache. Viele Programme werden von Krankenkassen bezuschusst oder sind kostenfrei. In der Lausitz stehen verschiedene Angebote zur Verfügung:

Die Deutsche Rentenversicherung ermöglicht Ihnen mit RV fit kostenfrei ein Trainingsprogramm mit Elementen zu Bewegung, Ernährung, Stress – nicht nur für einen gesünderen Rücken sondern auch für ein ganzheitlich verbessertes Lebensgefühl: 

RV Fit – Präventionsprogramm der Deutschen Rentenversicherung 

RV Fit - Präventionsprogramm der Deutschen Rentenversicherung

 

Weitere Angebote:

  • Präventionskurse der Krankenkassen (§ 20 SGB V)
  • Online-Programme zur Bewegungstherapie
  • regionale Bewegungsangebote und Sportvereine
  • physiotherapeutische Angebote vor Ort

Es lohnt sich, zum Thema Rückenschmerz die Internetseiten der Krankenkassen zu besuchen. Dort finden Sie in vielen Fällen auch eine Arztsuchfunktion und Angebote für zertifizierte Präventionskurse – vor Ort oder online. Weiterhin erfahren Sie dort, welche Gesundheitskurse zu welchen Bedingungen Ihre Kasse bezuschusst. 

4) Bei Warnzeichen ärztlich abklären lassen

Bei starken neurologischen Symptomen, Fieber oder anhaltend zunehmenden Schmerzen sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Die Modellregion Gesundheit Lausitz hat einen Flyer mit 8 Fragen zur ersten Orientierung bei auftretenden Rückenschmerzen entworfen, den Sie sich gern hier herunterladen können. Dieser bietet eine erste Entscheidungshilfe, ob der Rückenschmerz ärztlich abgeklärt werden sollte oder nicht. 

Die Inhalte dieser Seite wurden von der Initiative "Modellregion Gesundheit Lausitz" recherchiert und zusammengestellt und orientieren sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien.

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