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Am 20.05.2026 fand unser gemeinsamer Workshop zur zukünftigen Unterstützung der Speiseversorgung durch Robotik während des Mittagessens statt. Pflegekräfte, Verwaltung, Technik, Robotik‑Engineering und Projektbeteiligte des Verbundes arbeiteten einen Tag lang zusammen, um den aktuellen Ablauf realistisch abzubilden und konkrete Ideen für Entlastungspotenziale zu entwickeln. Aus Berlin waren Robotik-, sowie Implementierungs-Profis der KleRo GmbH und des Instituts für Medizinische Informatik der Charité beteiligt, sowie die Expermed GmbH. Das zentrale Prozessmanagement und die Pflegeinformatik arbeiteten gemeinsam mit CURe sowie dem Kompetenzzentrum Pflege an der Integration der verschiedenen Perspektiven an der MUL - CT.
Starker Start: Werte, Erfahrungen und Expertise
Gleich zu Beginn wurde deutlich, wie viel praktisches Wissen die Pflege in die Speiseversorgung einbringt – Wissen, das für die Entwicklung eines automatisierten Systems unverzichtbar ist. In der Runde zeigte sich:
Erfahrungswissen macht den Unterschied: Pflegekräfte beschrieben typische Situationen, die man nur kennt, wenn man wirklich auf Station arbeitet – z. B. spontane Umlagerungen, Zimmerwechsel, unvorhersehbare Verzögerungen oder Patient*innen, die Unterstützung beim Essen brauchen.
Diese gelebte Expertise war die Grundlage für die mentale Simulation und die spätere Analyse: Nur wer den Alltag kennt, kann beurteilen, wo Automatisierung sinnvoll ist – und wo nicht.
Mentale Simulation: Der echte Alltag im Fokus
In einer gemeinsamen „Gedanken‑Begehung“ des Speiseversorgungsprozesses beschrieben die Pflegenden Schritt für Schritt, wie der Ablauf tatsächlich aussieht – inklusive Wege, Engstellen, Unterbrechungen, Hygieneanforderungen und Belastungsspitzen. Diese Perspektiven waren zentral, denn sie zeigen, wo ein technisches System wirklich unterstützen kann.
Analyse mit dem Social Robot Canvas
In zwei Gruppen wurden anschließend die wichtigsten Bausteine für ein mögliches Robotersystem erarbeitet:
Am Nachmittag wurden mögliche Aufgaben, Interaktionen und Szenarien für einen Roboter konkretisiert – immer mit Blick auf Entlastung, Sicherheit und Machbarkeit.
Realistische Orientierung durch das Robotik‑Team
Die KleRo GmbH gab einen kompakten Überblick über den aktuellen Stand der Robotik. Dadurch wurde klar, welche Funktionen heute realistisch umsetzbar sind und welche Schritte noch Entwicklungszeit benötigen.
Priorisierung & nächste Schritte
Gemeinsam wurden die wichtigsten Anforderungen markiert:
Zum Abschluss bildeten wir eine kleine Kerngruppe von mindestens fünf Personen, die bereit sind, die nächsten Monate aktiv zu begleiten – mit Tests, Rückmeldungen und kurzen Austauschformaten.
Abschlussrunde
Jede Person nahm eine Erkenntnis aus dem Tag mit und eine konkrete Zusage für die nächste Phase. Die Rückmeldungen zeigten: Der Workshop hat Klarheit geschaffen, Perspektiven zusammengebracht und den Weg für die nächsten Schritte geöffnet.
Die ersten Ergebnisse aus unserem com(m) 2020 Projekt "Professionalisierung der Wohnraumberatung in Brandenburg, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg" wurden veröffentlicht und stehen hier zum Download zur Verfügung:
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