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Innovationen für die Gesundheitsversorgung: Lausitz setzt auf starke Netzwerke und mutige Ideen

Erstmals haben das Netzwerk Gesunde-Lausitz und der Startup Lausitz Accelerator ihre Aktivitäten gebündelt und zentrale Akteurinnen und Akteure der Region zusammengebracht.

Netzwerk Gesunde-Lausitz und Startup Lausitz Accelerator bündeln ihre Kräfte – Impulse für Kooperationen, Gründungen und zukunftsfähige Versorgung

Wie kann die Gesundheitsversorgung in der Lausitz nachhaltig gesichert werden? Beim gemeinsamen Treffen von Netzwerk Gesunde-Lausitz und Startup Lausitz Accelerator im Startblock B2 wurde deutlich: Die Antwort liegt in Vernetzung, Innovation und dem engen Zusammenspiel von Wissenschaft, Praxis und Gründerszene.

Erstmals haben das Netzwerk Gesunde-Lausitz und der Startup Lausitz Accelerator ihre Aktivitäten gebündelt und zentrale Akteurinnen und Akteure der Region zusammengebracht. Ziel der Veranstaltung im Startblock B2 war es, innovative Ansätze für die Gesundheitsversorgung sichtbar zu machen und neue Kooperationen zu initiieren. Gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern vom Netzwerk wurden acht Projekte vorgestellt, die neue Impulse für die regionale Versorgung geben.

Ein besonderer Mehrwert der Veranstaltung lag in der Verbindung eines etablierten Netzwerks mit der dynamischen Gründerszene der Region. Beide eint das Ziel, Innovationen schneller von der Forschung in die Anwendung zu bringen. Moderator Holger Thomas (Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem) fand dafür ein eindrückliches Bild: Mammutbäume, die über ihre Wurzeln miteinander verbunden sind und so Stabilität und Widerstandskraft entwickeln – ein Sinnbild für die enge Zusammenarbeit der Lausitzer Akteurinnen und Akteure.

Nach der Begrüßung durch Desirée Steinborn, Koordinatorin des Netzwerks Gesunde-Lausitz, und Robert Holzschuh, Projektleiter des Startup Lausitz Accelerators, präsentierten sieben Startup-Teams ihre Ideen im Pitch-Format. Die Bandbreite reichte von innovativen Versorgungsmodellen wie einem „Zukunfts-MVZ“ über biomedizinische Ansätze bis hin zu digitalen Gesundheitslösungen. Beim anschließenden Gallery Walk nutzten die Teilnehmenden intensiv die Gelegenheit zum Austausch und zur Anbahnung neuer Kooperationen.

Außerdem standen die Projekte des Netzwerks Gesunde-Lausitz im Fokus. Acht Initiativen zeigten konkrete Fortschritte – darunter Community Health Nursing, ein digitales Versorgungszentrum sowie technologische Unterstützungssysteme für die Pflege.

Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die Gesamtentwicklung der Region. Neben der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem als zentralem Leuchtturmprojekt stellte Sven Tischer, stellvertretender Beauftragter des brandenburgischen Ministerpräsidenten für die Lausitz, Perspektiven für den Strukturwandel und die weitere Entwicklung des Gesundheitsstandorts vor.

Aufgelegt wurde auch die inzwischen fünfte Ausgabe der Veranstaltungsreihe Science@Lausitz, einem gemeinsamen Format der BTU Cottbus-Senftenberg und der MUL – CT.

„Es ist eine Reihe, die uns und unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher zusammenbringt und die Lausitz durch die Vernetzung zu einem noch attraktiveren Wissenschaftsstandort macht. Es ist eine Erfolgsstory seit nunmehr einem Jahr“, betonte Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Vorständin für Wissenschaft an der MUL – CT.

In Fachvorträgen beleuchteten Prof. Dr. Jeannine Schübel (MUL – CT), Prof. Dr. Armin Fügenschuh und Prof. Dr. Diemo Urbig (beide BTU Cottbus-Senftenberg) zentrale Aspekte von Kooperation, Mathematik und Unternehmertum in der Gesundheitsversorgung.

 

Hintergrund

Der Startup Lausitz Accelerator unter der Leitung der Thiem-Research, einer Tochtergesellschaft der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem, unterstützt als zentrales Förderprogramm junge Unternehmen beim Wachstum – insbesondere im Bereich Health & MedTech. Weitere Informationen sind zu finden unter: https://startup.thiem-research.de/.

Bewerbungen für die zweite Runde des Accelerator-Programms sind noch bis zum 30. April 2026 möglich. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.

Das Netzwerk Gesunde-Lausitz ist ein vom BMFTR gefördertes WIR!2-Bündnis (Akronym com(m)2020) für kommunale Innovationen in der Gesundheitsversorgung der Lausitz. Sein Ziel ist es, dem Fachkräftemangel im medizinischen und pflegebedürftigen Bereich entgegenzuwirken. Eine zentrale Rolle spielen dabei innovative Community Care-Technologien, die in den Versorgungsalltag der Lausitz überführt werden sollen. Gemeinsam mit starken Partnern aus Versorgung, Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und Gesellschaft arbeitet das Netzwerk daran, Gesundheit in der Lausitz aktiv mitzugestalten.

 


Erfolgreiche 1. Lausitzer Gesundheitskonferenz

Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick, Dr. Steffen Ortmann (Leitung Thiem Research GmbH), Desirée Steinborn (Bündniskoordinatorin com(m) 2020), BOAR Ingolf Zellmann, Holger Thomas (v.l.n.r.) erfreut über die gute Resonanz auf der 1. Lausitzer Gesundheitskonferenz.

120 Teilnehmende tauschen sich in Cottbus über medizinische Versorgung der Zukunft aus

Der Startblock B2 war am 7. März 2024 Schauplatz für Wissenschaft, Forschung, Politik, Leistungsträger und Leistungserbringer. 120 Teilnehmende waren nach Cottbus gekommen, um sich auf der 1. Lausitzer Gesundheitskonferenz unter dem Motto „Die Lausitzer Gesundheitsversorgung im Wandel“ zu informieren und auszutauschen. Eingeladen hatten das vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung geförderte Bündnis com(m) 2020 und die Thiem-Research GmbH.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung gab es eine wichtige Neuerung durch die Bündniskoordinatorin Desirée Steinborn zu verkündigen. Im Zuge des Verstetigungsvorhabens wurde das com(m) 2020-Bündnis umbenannt zum „Netzwerk Gesunde-Lausitz“. Die 1. Lausitzer Gesundheitskonferenz sollte als Startschuss genutzt werden, um das bereits jetzt schon 150 Partner starke Netzwerk vorzustellen. Um die kommunale Gesundheitsversorgung weiter voranzutreiben, bedarf es eines starken sektorenübergreifenden Netzwerks. Dr. Steffen Ortmann, Leiter der CTK-Forschungstochter Thiem-Research GmbH bekräftigt, dass „ein Wandel in der Gesundheitsversorgung der Lausitz nur gelingen kann, wenn alle Akteure ein gemeinsames Ziel verfolgen: zukunftsfähige Versorgungsmodelle für Bürgerinnen und Bürger der Lausitz zu kreieren, die es mit Hilfe von unterschiedlichen Innovationen ermöglichen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“

Nach kurzweiligen Grußworten vom Gesundheitsministerium um Michael Zaske, der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg vertreten durch Prof. Dr. Michael Hübner und dem Carl-Thiem-Klinikum Cottbus mit Herrn Sebastian Scholl ging es in eine spannende Vortragsreihe, die die aktuelle und zukünftige Gesundheitsversorgung unter die Lupe genommen hat.  In den anschließenden Workshops wurden die Herausforderungen, Chancen und Risiken rund um die Pflege im ländlichen Raum, Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen, telemedizinischer Anwendungen im Rettungsdient und vielem weiteren ehrlich, offen und auf Augenhöhe diskutiert.

Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick, der als Abschlussredner das gelungene Ende der Veranstaltung bildete, fasst zusammen, dass „die 1. Lausitzer Gesundheitskonferenz des Netzwerks Gesunde-Lausitz wichtige Arbeit leistet, indem sie die Akteure in der Lausitz miteinander vernetzt und so gezielt die Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum der Lausitz thematisiert. Es gab positive Gespräche, in denen es sehr konkret um Lösungen ging. Man spürte zudem eine neue Dynamik mit Blick auf die künftige Universitätsmedizin." Auch BOAR Ingolf Zellmann, Servicebereichsleiter Leitstelle / Rettungsdienststelle / Katastrophenschutz, der als Impulsgeber für den Workshop über telemedizinische Anwendungen im Rettungsdienst und der Patientenbeförderung anwesend war, resümiert: „Eine sehr gelungene Veranstaltung, die ich auf jeden Fall wieder besuchen werde.“

Bereits im ersten Quartal des kommenden Jahres 2025 soll die Lausitzer Gesundheitskonferenz in ihre zweite Runde gehen. Bis dahin habe das „Netzwerk Gesunde-Lausitz“ noch vieles vor. Das Netzwerk, das sich aus dem BMBF geförderten Bündnis com(m) 2020 gebildet hat, hat bereits drei laufende Projekte für die Gesundheitsversorgung der Lausitz in Gang gebracht, sechs weitere Vorhaben in der Genehmigungsphase sowie vier weitere, die noch in diesem Jahr beantragt werden sollen. Als nächster wichtiger Schritt des Netzwerks Gesunde-Lausitz soll im 3. oder 4. Quartal dieses Jahres ein Bürgerforum veranstaltet werden, das die Sorgen, Herausforderungen und Belange der Bürgerinnen und Bürger herausarbeiten soll. Denn nur so könne die Zukunft der medizinischen Versorgung in der Lausitz gemeinsam gestaltet werden.


Premiere für Lausitzer Gesundheitskonferenz

Chancen und Herausforderungen der regionalen Gesundheitsversorgung im Fokus

Am 7. März 2024 laden das vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung geförderte Bündnis com(m) 2020 und die Thiem-Research GmbH zur 1. Lausitzer Gesundheitskonferenz ein. Im Startblock B2 in Cottbus steht das bedeutende Thema „Die Lausitzer Gesundheitsversorgung im Wandel“ im Vordergrund. „Die Zusammenkunft bietet eine wertvolle Gelegenheit, sich über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Gesundheitswesen unserer Region auszutauschen und gemeinsam nach innovativen Lösungsansätzen zu suchen“, sagt Desirée Steinborn, die Bündniskoordinatorin von com(m) 2020.

Nach der Begrüßung durch den Leiter der Abteilung Gesundheit vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV), Michael Zaske, wird in spannenden Vorträgen die aktuelle und zukünftige Gesundheitsversorgung genauer unter die Lupe genommen. Als zentrale Frage steht im Raum: Was bedeutet Versorgungsforschung und welche Rolle nehmen Wissenschaft und Forschung in der Gesundheitspolitik ein? Darauf aufbauend werden die Gesundheitsdaten der Region genauer analysiert und zukünftige Entwicklungen prognostiziert. Abschließend soll geklärt werden, was eine leistungsstarke Gesundheitsregion ausmacht und was sie leisten sollte.

Den zweiten Teil der Veranstaltung bilden vier Workshops der Pflege, der Krankenkassen, der Leitstelle Lausitz und verschiedener Start-up-Unternehmen. Thematisiert werden dabei spezielle Aspekte der Gesundheitsversorgung.

Im Foyer des Startblocks wird es darüber hinaus eine Ausstellung zum gegenseitigen Austausch geben. Einige bereits angelaufene Projekte werden vorgestellt, die allerhand zum Anfassen und Entdecken bieten.

Die 1. Lausitzer Gesundheitskonferenz soll als Startschuss für die Lausitz als Gesundheitsregion dienen. Weitere Formate dieser Art sind angedacht. Der Initiator der Konferenz, das Bündnis com(m) 2020,ist ein vom BMBF gefördertes WIR!-Bündnis, das die Gesundheitsversorgung der Lausitz aktiv gestalten und die Gesundheitswirtschaft als wertschöpfenden Sektor im Strukturwandel stärken möchte. Die Anfänge des Bündnisses gehen auf eine enge Kooperation des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus (CTK), dem größten Krankenhaus in Brandenburg, und der BTU Cottbus-Senftenberg, der einzigen technischen Universität des Landes, im Jahr 2020 zurück.

Das com(m)2020-Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, technologische Potentiale für die Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Region nutzbar zu machen. Aktuell besteht das Netzwerk aus mehr als 140 Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Pflege, Medizin und Verbänden. Sie alle vereint das Bestreben, sich aktiv für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung zu engagieren. Koordiniert wird das Netzwerk des com(m)2020-Bündnisses durch die Thiem-Research GmbH, Forschungstochter des CTK.

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